Kein Zettel, kein Stift

Ich hatte, ich wollte. Als ich. War ich?
In den engen Gassen der Altstadt von Jerusalem ohne Stift und Schreibblock. Tränen in den Augen, ein paar rollen noch die Wangen hinab. Ergriffen von der Heiligkeit des Ortes, traurig wegen der vielen Gräben, die hier zu spüren sind. Kein Stift, nicht mal ein Zettel! Das war der Tiefpunkt meines Seins als Schriftstellerin. So weit weg von allem, was mich bisher ausgemacht. Ausgemacht? Wer hatte den Schalter betätigt? Ich fand eine alte Quittung, lieh mir einen Stift. Und dann ging es wieder bergauf? Ich hatte es fest vor. Ich wollte es versuchen.
Bei meiner Rückkehr zu Hause hätte ich es allerdings fast wieder vergessen. Bis ich die beschriebene Quittung in meinem Regenmantel fand. Dort stand: „Tränen trocknen nicht in den Straßen von Jerusalem.“20190207_131334

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